Produktkatalog
Griffmusterkollektion

Griffmusterkollektion als Verkaufshilfe in verschiedenen Größen.
Ansprechpartner

G + H Leder GmbH
Robert-Bosch-Str. 4
48691 Vreden
 
Fon: +49(0)2564/9744-7 /-8
Fax: +49(0)2564/9744-9

 

Markus Geuting
Geschäftsführer
E-Mail: m.geuting@...
 
Manfred Frenger
Verkaufsleiter
E-Mail: verkauf@...
  
Michael Esseling
Verkauf & Disposition
E-Mail: m.esseling@...

 
Marco Meiering
Lagerleiter
E-Mail: lager@...

 

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag
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Unsere Partner

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Lederherstellung

Leder ist die allgemeine Bezeichnung für gegerbte Häute und Felle. Bevor es soweit ist, sind viele Arbeitsschritte nötig, die den wertvollen Rohstoff Haut in haltbares Leder umwandeln. Dies erfordert ein fundiertes Wissen und großes "Know-how". Deutsche Lederfabriken haben diese Kenntnisse und stellen mit umweltschonenden Verfahren und Technologien bestes Leder her.
Das Rohmaterial zur Herstellung des Leders bildet die tierische Haut. Sie ist mit ihren zu erfüllenden Aufgaben ein Wunder der Natur. Kein Erfindergeist war bisher imstande, den Rohstoff Leder künstlich so herzustellen, dass er Leder voll ersetzt.

 

 
Nach der Schlachtung werden Häute und Felle mit Salz oder Eis konserviert damit sie nicht faulen. Danach wird in der "Wasserwerkstatt" gesäubert, geweicht und enthaart (auch äschern genannt). Mittels Raspeln werden Fleisch- und Fettrückstände von der Haut entfernt. Die enthaarte und entfleischte Haut nennt man "Blöße". 

 

 

 

 

Sie wird bei kräftigen Häuten mit Spaltmaschinen in Narbenspalt und Fleischspalt getrennt. Danach bereitet man jeden Teil für sich auf die Gerbung vor. Für die Möbelindustrie braucht man eine bestimmte Lederstärke. Deshalb läuft anschließend die stark aufgequollene Blöße durch ein Walzsystem und wird hier in 2 Flächen (Vollleder und Spaltleder) gespalten. Ersteres ist der obere Teil der Haut, an dem die Haare saßen und somit auch das wertvollere und haltbarere Leder. Durch die an der Spaltmaschine eingestellte Dicke von ca. 2 - 2,5 mm erhält das Vollleder über die ganze Haut seine Gleichmäßigkeit, während das Spaltleder ungleichmäßig dick anfällt, da ja die Haut an den verschiedenen Stellen ungleichmäßig dick ist. Aus qualitativen Gründen bieten wir kein Spaltleder an.

Das Narbenleder wird durch einleitende Arbeitsgänge wie Beizen und Pickeln auf die Gerbung vorbereitet. Diese erfolgt in einem 5-8 stündigem Vorgang im Gerbfass. Das Nachsetzten von Fettstoffen sorgt für Geschmeidigkeit und Reißfestigkeit des Leders. Das Gerbfass wird danach geleert und die Häute durch die Abwelkpresse gelassen. Ähnlich einer Wäschepresse wird Wasser herausgepresst. Zur Egalisierung der Stärke werden die Häute von der Fleischseite abgefalzt. Unter der Bezeichnung Wet-blue gelangen die Leder zum Sortieren.

 

 

 

    
Das Leder wird je nach Eignung auf verschiedene Sortimente und Färbungen sortiert und anschließend im Fass gefärbt und nachgefettet. Die Fassfärbung gibt dem Leder die Grundfärbung. Anschließend wird es getrocknet, danach durch sogenanntes Stollen in einem großen Fass weich gemacht. Sie werden dann geklammert und ausgespannt, damit sich eine gerade Fläche ergibt. Dies ist für die Weiterverarbeitung sehr wichtig.

 

   
Der Zweck der Zurichtung besteht darin, das Leder zu gestalten, sei es in uni oder mit Wolkeneffekt. Zum anderen wird es hier mit einem Schutzfilm versehen, damit das hochwertige Naturprodukt einen extrem guten Gebrauchswert erhält und somit schmutz- schweiß- und fleckunempfindlich ausgerüstet zur Verfügung steht.
Naturbelassene Leder werden nur fassgefärbt und haben deshalb keinerlei Zurichtung, d.h. keinen Schutzfilm. Diese Leder werden hydrophobiert. Nach der Färbung spült der Gerber eine Ölemulsion ins Fass. Diese umschließt die einzelnen Lederfasern. Auf diesem Wege erhält das Leder den bestmöglichen Schutz für naturbelassenes Leder. Doch kann es nicht so unempfindlich sein wie pigmentiertes Leder. (siehe Lederarten). Zur Erreichung optimaler Weichheit wird das Material in großen Holz- oder Aluminiumfässern Stunden gewalkt.

 

 
Im Endlager angekommen, ermittelt der Gerber an der elektronischen Messmaschine das genaue Maß der einzelnen Häute. Das fertige Möbelleder muss einer sehr genauen Endkontrolle unterzogen werden. Neben der Prüfung des Farbtones und der Sortierung gibt es eine Vielzahl physikalisch messbarer Werte, die das Labor prüft (z.B. Lichtechtheit, Abrieb: trocken, nass und mit einer Lösung, die den pH-Wert aufweist, Haftung der Zurichtung uvm). Erst wenn sicher gestellt ist, dass das Leder alle Vorgaben der Güterichtlinien für Polsterleder (vereinbart zwischen den Verbänden der Polsterleder- und der Polstermöbelindustrie und rechtsverbindlich) erfüllt, gelangt das Material an den Verarbeiter.